Unsere Argumente

gegen die Windindustrie im Lindechwald-Kohlholz

1. Einmalige Landschaft wird ruiniert

Eine einmalige, geschützte Weilerlandschaft am Frienisbergplateau (Landschaft des Jahres 2024 - Stiftung Landschaftsschutz Schweiz) ist durch die Windenergieanlagen in Gefahr. Ein wichtiges Naherholungsgebiet nahe Bern würde zerstört.

2. Schädigung von Natur und Tierwelt im Wald 

Windenergie im Wald ist ökologischer Unsinn. Sie bedroht die sensible Tier- und Pflanzenwelt im Gebiet des Windparks «Lindechwald-Kohlholz» mit seinen vielen Kolonien von verschiedenen Fledermaus-Arten, Greifvögeln wie dem Rotmilan, Mäusebussard, Habicht, Sperber und Turmfalken, Eulen und dem Weissstorch. Alle diese Tierarten sind geschützt. Auf dem Südplateau des Frienisbergs kommen zudem mehr Orchideen vor als im restlichen Berner Mittelland. Vorkommen dieser geschützten Pflanzenfamilie befinden sich im Bereich des geplanten Windparks. 

3. Lärm, Schall und weitere Risiken für Anwohner:innen

Die Windturbinen sind extrem nahe, bis auf 300 Meter, an Häuser geplant. Das bringt hohe Belastungen u.a. durch Lärm, Schall und Schattenwurf. Die Risiken im Falle eines Brandes und der mögliche Eisschlag im Winter sind bei dermassen kleinen Abständen zu bewohnten Gebäuden unabsehbar. In anderen europäischen Ländern gelten zum Schutz von Anwohnern Mindestabstände von 1000-3000 Meter.  

4. Entwertung von Liegenschaften und Siedlungen

Hunderten von Anwohnerinnen und Anwohnern droht eine Entwertung ihrer Häuser. Studien zeigen, dass in Nähe von Windenergieanlagen der Wert von Liegenschaften um bis zu 25% sinkt. Angesichts der Grösse und Nähe der geplanten Windturbinen zum Siedlungsgebiet und dem massiven Eingriff in eine heute noch ursprüngliche Kulturlandschaft nahe Bern ist mit erheblichen Wertverlusten zu rechnen.

5. Finanzielle Risiken und fragliche Rentabilität

Die Promotoren der Windanlagen versuchen die Leute mit Versprechungen eines "Bürgerwindparks" zu ködern. Fakt ist: Die millionenschweren Förderbeiträge des Bundes wird in erster Linie die Projektierungsfirma einstreichen, Risiko und Lasten aber tragen die Gemeinden und ihre Bürgerinnen und Bürger. Die langfristige wirtschaftliche Rentabilität ist höchst fraglich.

Alternativen

Es gibt nachhaltige Alternativen zur Windindustrie, ohne die Landschaft und die Natur zu zerstören. Der Ausbau der Solarkraft auf Dächern und Fassaden oder die verstärkte Förderung von Energieeffizienz und Energiesparen sind bessere Rezepte. Die Windenergie wird in der Schweiz sowieso kaum je einen nennenswerten Beitrag zur Stromversorgung liefern. Diese wird in der Schweiz auch im Winter vor allem von der Wasser- und Solarkraft sichergestellt werden.