Sorge tragen zu unserer einmaligen Landschaft

(Newsletter, Oktober 2025)


Liebe Mitglieder, liebe Unterstützende

Die Gründung des Vereins Stopp Windpark Kirchlindach hat für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Der Widerstand gegen den Windpark ist nicht mehr zu übersehen. Über 1600 Personen haben eine Petition unterzeichnet, die dem Gemeinderat im September überreicht wurde. Wir alle rufen den Gemeinderat von Kirchlindach auf, die Windindustrieanlagen aus Solidarität mit der betroffenen Bevölkerung fallenzulassen. 

Doch um das Projekt zu stoppen, braucht es eine wachsende Opposition in der Gemeinde und in anliegenden Ortschaften und möglichst viele Menschen, die sich gegen die drohende Verschandelung und Entwertung ihrer Landschaft wehren. Unsere Website erfreut sich einer regen Besucherzahl, was uns sehr freut. Und wir gewinnen langsam, aber stetig an Mitgliedern – vielen Dank an alle, die sich uns bereits angeschlossen haben!

Gerne informieren wir Sie im Folgenden über wichtige Entwicklung in den betroffenen Ortschaften. Wir freuen uns über Anregungen und Kommentare.


Mit engagierten Grüssen,

Ueli Marthaler und Elisabeth Dietschi

Gemeinde und Industrie halten sich bedeckt

Derzeit laufen im Lindachwald die Windmessungen, die bis mindestens März 2026 dauern sollen. Zudem wird die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vorangetrieben. Zu weiteren Arbeiten und Planungen halten sich die Promotoren bedeckt. Es ist davon auszugehen, dass im Hintergrund die Vorbereitungen für den Windpark auf Hochtouren laufen. Die Windindustrie hat aus Erfahrungen in anderen Gemeinden und langen Bewilligungs- und Beschwerdeverfahren gelernt und will den Überraschungseffekt nutzen. Dabei ist zu erwarten, dass die Anwohnerinnen und Anwohner plötzlich vor Tatsachen gestellt werden und es mit der Zonenplanänderung sehr rasch gehen wird. Zudem ist hier eine Industrie am Werk, die grosse Mittel auch für einen Abstimmungskampf bereitstellen kann. Umso wichtiger ist es, die Bevölkerung über die Gefahren des Projekts zu informieren – Unsere Argumente hier.

Waldschutz- und Gemeindeinitiative gültig

Die beiden Volksinitiativen zum Schutz des Waldes und der Gemeindemitsprache bei Windenergieprojekten wurden von der Bundeskanzlei für gültig erklärt. 107'693 gültige Unterschriften (Waldschutz-Inititative) und 106'010 gültige Unterschriften (Gemeindeschutz-Initiative) kamen zusammen. Eine Abstimmung über die beiden Vorlagen ist in den nächsten zwei bis drei Jahren zu erwarten. 

Solarpanels in Meikirch – Gute Idee für Kirchlindach 

Die Bürgersolaranlage auf dem Schulhausdach in Wahlendorf ist in Betrieb. Sie ist ein Beispiel für ein wirklich gelungenes Bürgerenergieprojekt und zeigt, dass beim Solarausbau noch viel möglich ist. Die Mehrheit der Panels wurden von Einwohner:innen der Gemeinde Meikirch finanziert, die nun auch am Stromertrag beteiligt sind. Auch die Gemeinde Kirchlindach sollte Dächer von öffentlichen Gebäuden für Solarprojekte prüfen und zur Verfügung stellen. 

Baumpflanzung zu Ehren der Landschaft des Jahres 2024

Letztes Jahr zeichnete die Stiftung Land­schaftsschutz Schweiz die Weilerland­schaft am Frienisbergplateau als Land­schaft des Jahres 2024 aus. Die interkommunale Fachberatung Baugestaltung entschied, dass das Preisgeld für gemeinsame Baumpflanzungen in den vier betroffenen Gemeinden verwendet wird. Je eine neue Stieleiche wurde in den Gemeinden Wohlen, Bremgarten, Meikirch und Kirch­lindach gepflanzt. Zu diesem Anlass fand am 23. Oktober in Wohlen eine feierliche Baumpflanzung statt.
Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz würdigte mit der Auszeichnung «Landschaft des Jahres 2024» die intakte Weilerlandschaft am südlichen Frienisbergplateau. In keiner anderen Region der Schweiz gibt es so nahe an einer grossen Stadt eine solche sorgsam aufgewertete Kulturlandschaft – eine einzigartige Kombination aus intakten Weilern, Landschaft und Natur. Zu ihr gilt es Sorge zu tragen; auch für künftige Generationen. Daran sollen die Baumpflanzungen erinnern.
Offensichtlich ist, dass die geplanten 200 Meter hohen und 140 Meter breiten Windindustrieanlagen diese historisch gewachsene Landschaft für immer ruinieren würden. 


Im Bild: Feierliche Baumpflanzung zu Ehren der "Landschaft des Jahres 2024" mit Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden, der interkommunalen Fachberatung Baugestaltung und Raimund Rodewald von der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz am 23. Oktober in Wohlen. 

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