Alternativen
Es gibt nachhaltige Alternativen zur Windindustrie, ohne die Landschaft und die Natur im Wald zu zerstören – während des Baus und des ganzen Betriebes über die Jahre. Der Ausbau der Solarkraft auf Dächern und Fassaden, intelligente Netze und Speicher oder die verstärkte Förderung von Energieeffizienz und Energiesparen sind bessere Rezepte.
Massiver Eingriff, marginaler Beitrag
Vor dem Bau massiver Windindustrieanlagen in eine unverbaute, einmalige Landschaft müssen Kosten und Nutzen für Mensch und Natur besser abgewogen werden. Anstatt jetzt Hunderte von WEA aufzustellen und nachher zu merken, dass sie meistens stillstehen, da zu wenig Wind herrscht oder die Kapazitäten zur Abnahme des Stroms gar nicht gegeben sind, sollte abgewartet werden, wie sich neben dem Ausbau der Wasserkraft die Solarenergie und andere Technologien entwickeln.
Die Windenergie bringt viel zu wenig Ertrag für den enormen Schaden, der beim Bau und Betrieb in dieser schützenswerten Landschaft entsteht. Wir befürworten die Energiewende, aber diese muss nachhaltig sein und nicht in erster Linie Landschaft und Natur zerstören. Wir sind gegen Windanlagen, die um jeden Preis erstellt werden und setzen uns ein für einen intelligenten, naturverträglichen und nachhaltigen Strommix aus erneuerbaren Energien.
Enorme Fortschritte bei Energieeffizienz und Solarkraft
Trotz des starken Bevölkerungswachstums ist der Stromverbrauch in den letzten 20 Jahren im Schnitt nicht gestiegen, sondern dank Effizienzmassnahmen stabil geblieben. Die Stromproduktion war 2024 gar auf Rekordhoch, obwohl das AKW Mühleberg 2019 vom Netz ging (Siehe dazu: BFE, Elektrizitätsstatistik).
Bevor riesige Windtürme diese Umgebung ruinieren, sollte erst geprüft werden, wie sich andere Technologien entwickeln und wie der Ausbau von intelligenten Netzen und Speichern vorankommt.
Auch wenn einzelne Windparks in Zukunft realisiert werden sollten, werden sie auf die Gesamtstromproduktion in der Schweiz keinen nennenswerten Einfluss haben. 2024 kam gerade mal 0,2% des Schweizer Stroms aus Windenergie, während die Solarenergie bereits 7.4% beisteuerte. Dass die Windenergie einmal die Stromversorgung im Winter sicherstellen soll, ist völlig unrealistisch; dazu müsste das gesamte Land mit Windturbinen verbaut werden.
Andere Gemeinden machen es vor
Die Nachbargemeinde Wohlen bei Bern setzt auf Solarenergie und hat einen Windpark der Windenergie Schweiz AG in Murzelen gestoppt. In der Nachbargemeinde Meikirch wurden jüngst die Bürgersolaranlage auf dem Schulhausdach in Wahlendorf in Betrieb gesetzt. Sie ist ein Beispiel für ein wirklich gelungenes Bürgerenergieprojekt und zeigt, dass beim Solarausbau noch viel möglich ist. Die Mehrheit der Panels wurden von Einwohnern der Gemeinde Meikirch finanziert, die nun auch am Stromertrag beteiligt sind.
Auch die Gemeinde Kirchlindach sollte Dächer von öffentlichen Gebäuden für Solarprojekte zur Verfügung stellen.
Werden Sie aktiv
Engagieren Sie sich mit uns gegen die geplanten Windenergieanlagen im "Lindechwald-Kohlholz".